Betriebsgeschichte,

Am 2.Februar 2004 hatte der Betrieb sein Jubiläum zum Bestehen seit 100 Jahren.

Am 2.2.1904 wurde der Betrieb von Christian Carstensen geb.6.8.1877 in Lüjenholm, als Kunst und Handelsgärtnerei eröffnet. Damals war die Kirchhofstrasse um den Friedhof noch unbebautes Gelände, wo die Gärtnerei entstand war noch eine Viehkoppel. Es wurde ein Wohnhaus und 2 Treibhäuser sowie ein Frühbeet mit 50 Fenster gebaut. Das Wohnhaus, das heute noch fast unverändert erhalten ist, und die Treibhäuser wurden schon damals mit modernster Heiztechnik einer Warmwasserheizung ausgestattet Wie auch in der Lecker Chronik
erwähnt wird.

In den ersten Jahren wurde in der Hauptsache Gemüse und Topfblumen angebaut, und Blumen und Kranzbinderei ausgeführt. Schon bald wurden zwei weitere Treibhäuser gebaut und weitere Frühbeetkästen angelegt, auch wurde eine Baumschule angegliedert.

Im Dezember 1904 heiratete Christian Carstensen die aus Osterby stammende Anna-Maria Clausen. Beide leiteten damals den Betrieb gemeinsam. Es war zu der Zeit eine schwere körperliche Arbeit. Im laufe der Jahre bekamen beide acht Kinder, die auch noch betreut werden mussten. Es kam der 1. Weltkrieg, und Christian Carstensen wurde zum Kriegsdienst einberufen. Er kam erst 1919 nach langer Gefangenschaft in Frankreich nach Leck zurück.

Dann kamen die Nachkriegsjahre und damit die Inflation. Der mühsam aufgebaute Betrieb stand am Rande des Ruins. Durch eisernen Fleiss und durch Energie konnte der Betrieb nicht nur gerettet werden, sondern auch noch ausgebaut werden. Am 1.März 1938 übernahm der Sohn Theodor Carstensen mit seiner Frau Catharina (Ina) Carstensen geb. Jensen den Betrieb. Er wurde kontinuierlich ausgebaut und erweitert ,trotz der Schwierigkeiten in der Zeit des Nationalsozialismus, wo den Beiden viele Schwierigkeiten gemacht wurden. Als Theodor Carstensen im 2. Weltkrieg zur Wehrmacht einberufen wurde, leitete seine Frau Ina die Gärtnerei weiter und betrieb einen Laden in der Hauptstrasse. Sie hatten 2 Töchter, Ina und Ursula. Als im Jahre1942 der Sohn Erko geboren wurde, musste Sie den Laden aufgeben und der Verkauf war nur noch in der Gärtnerei. Ina Carstensen leitete den Betrieb bis zur Heimkehr Ihres Mannes aus der Kriegsgefangenschaft. Es begann dann ein Wideranfang in den Nachkriegszeit mit den Anbau von Gemüse und den ersten Blumen.

Ein paar Jahre später die Erüffnung eines Ladens in der Bahnhofstrasse. Im Jahre 1962 zog man um in einen neu errichteten Pavillon in die Hauptstrasse an der Kirche, der mit einem Kiosk geteilt wurde. Das Geschäft entwickelte sich sehr gut, und war viele Jahre Hauptabsatzstätte des Betriebes. Im Jahre 1973 verstarb Theodor Carstensen sehr plätzlich und kurz darauf übernahm Sohn Erko Carstensen mit seiner Frau Helga den Betrieb. Er hatte nach der Gärtnerlehre in Raisdorf bei Kiel und im
elterlichen Betrieb die Meisterprüfung in Kiel abgelegt. Frau Helga Carstensen geb. Pohl hatte die Gärtnerlehre abgeschlossen und noch einige Zeit in Quickborn, Kiel und Flensburg gearbeitet. Nach der Übernahme des Betriebes und der Geburt von Tochter Jennifer, hat sie dann die Ausbildung als Floristin gemacht und in einem Fernkurs die Ausbildereignungsprüfung. Im Jahre 1979 wurde der Sohn N. geboren. Der Betrieb entwickelte sich stetig weiter, es wurden weitere Gewächshäuser gebaut und die Produktion ausgebaut. Es wurden nun auch vermehrt Schnittblumen wie Rosen und Chrysanthemum angebaut. Im Jahre 1981wurde das erste Verkaufsgewächshaus gebaut und der Verkauf im Betrieb ausgebaut. Zu der Zeit wurden auch mehrere Filialen in den umliegenden Orten beliefert, und Dauergrabpflege aufgenommen. Im Jahre 1992 wurde dann der Betrieb grundlegend umstrukturiert. Es wurden 1000 qm alte Kulturhäuser abgerissen und ein 400 qm Verkaufsgewächshaus mit grosszügigem Parkplatz gebaut. Die anderen Gewächshäuser wurden so modernisiert, dass sie für den Saisonverkauf verwendet werden konnten. Es wurde eine Freiverkaufsfläche geschaffen, die teilweise überdacht ist. Der Verkauf verlagerte sich dadurch sehr stark vom Blumengeschäft aus der Hauptstrasse in den neuen Verkaufsbereich der Gärtnerei. Es werden noch alle Beet und Balkonpflanzen sowie ein Teil der Topfpflanzen im Betrieb angebaut. Die Gärtnerei hat zu der Zeit eine Grösse von ca. 2800 qm Glasfläche. Die Filialen in den Nachbarorten wurden aufgegeben. Als im Jahre 1994 der Wettbewerb "Gärtnerei des Jahres" ausgeschrieben wurde, errang der Betrieb diese Auszeichnung. Im folgenden Jahr erfolgte die Anerkennung als Geprüfter
Fachbetrieb. Der Betrieb wird stetig weiterentwickelt und der Verkauf ausgebaut. Es folgt die Annerkennung als Premium Gärtnerei. Im Jahre 2002. Trotz des Alters von 100 Jahren ist auch weiterhin der Ausbau zu einer modernen Einzelhandelsgärtnerei das Ziel.

 

Am 1.1.2015 übernahm Nino Carstensen in 4. Generation den Betrieb. Schon gleich im erstem Jahr wurden einige Veränderungen durchgeführt. Diese waren vorbereitend für das Jahr 2016 wo eine große Renovierung der Saisonverkaufsfläche durchgeführt wurde. Auch im Produktionsbereich wurden einige Modernisierungen die den Arbeitsverlauf verbessern sollen durchgeführt.

 

Auch in einer Gärtnerei zieht immer mehr die Digitalisierung ein. Passend für diese Herausforderung konnte Nino Carstensen (Programmierer / Netzwerktechniker) schon viele Ideen für Werbung aber auch den Arbeitsablauf umsetzen. In 2017/18 folgen noch weitere wichtige aber auch innovative Maßnahmen.

 

Die Zeit wird zeigen wie sich alles weiterentwickeln wird...

 

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